Korsar der Zukunft
Einen Schatz in Afghanistan sichern
Was will "Der Westen" in AfPak (Afghanistan+Pakistan)? Spekulationen.

Zunächst ist diese Aussage von Interesse:

<Außerdem wird offenbar, dass die offiziellen Zahlen der weltweiten Ölreserven gefälscht und tatsächlich um 300 Milliarden Barrels niedriger sind als die Ölstaaten angeben. Diese Schlüsselinformationen verdeutlichen die Rolle des Öls in der Weltpolitik - denn der Krieg um die Ressourcen ist bereits in vollem Gange. Der ehemalige CIA-Direktor James Woolsey bestätigt: "Ich fürchte, dass wir nicht nur für ein paar Jahre im Krieg sind, sondern für Jahrzehnte. Am Ende werden wir Sieger sein - aber das Öl wird über diesen Krieg entscheiden.">

So berichtete die Dokumentation "Das Ölzeitalter" bei PHOENIX am 21.06.2011 (Ich bat bereits um Wiederholung.)

1.

Dazu fiel mir nun ein, nochmals in den "Atlas zur Geschichte" vom Zentralinstitut für Geschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR zu sehen.

(Diese Akademie stand zwar im Dienst des Kampfes gegen die Unternehmerische Freiheit; und dass die Bewegung gegen die Exzesse des Kapitalismus sich teilweise mit dem Stasi-Staat verbündete, gereichte ihr nicht zum Ruhm. Dennoch findet man hier Quellen über jene Exzesse, die es immer noch zu bekämpfen gilt, nunmehr befreit von jeglichem verhängnisvollen Schulterschluss mit Stasi-Umtrieben. So auch das Folgende.) 

Auf Seite 111 des Band 1 findet sich diese Übersichtskarte:

"Die Aufteilung der Welt unter den Monopolverbänden am Beispiel der Elektroindustrie (1907):

violett: amerikanische Monopole (General Electric Co., Westinghouse und Western Electric Co.)
hellbraun: deutsche Monopole (AEG und  S i e m e n s)"


[Leider kommen die Farben in der Wiedergabe hier nicht prägnant genug heraus.]

Hier ist zu sehen, daß Großbritannien und Frankreich zu den wichtigsten Absatzmärkten der amerikanischen Verbände zählten,
Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich hingegen zu denen der deutschen.

(Soll es da sonderlich wundern, dass die USA an der Seite Großbritanniens und Frankreichs in den Ersten Weltkrieg eintraten?)

2.

Hierzu trat die Info von Peter Hopkirk in "Östlich von Konstantinopel - Kaiser Wilhelms Heiliger Krieg um die Macht im Orient",
dass - siehe oben - Georg von  S i e m e n s  als Chef der Deutschen Bank den Bau der (deutschen) Eisenbahn quer durch das Osmanische Reich beförderte, was von Großbritannien als Bedrohung von Britisch-Indien gesehen wurde, denn:

Eine direkte Eisenbahnverbindung von Deutschland nach Mesopotamien hätte es den Militärs Kaiser Wilhelms II erlaubt, in wenigen Tagen Truppen an die Grenze Persiens zu bringen. Ohne dass Persien effektiv sich hätte widersetzen können, hätten diese Truppen hindurch marschieren, im Bündnis mit dem Emir von Afghanistan den Khyber-Pass erstürmen und auf Dehli zumarschieren können, bevor - nachdem ein Alarm London erreicht hätte - Entsatztruppen des British Empire hätten herbeieilen können.

Rohstoffquellen und Absatzmärkte Indiens wären für das Empire verloren gewesen; Damit wäre es im Kern bedroht gewesen.